Baugeschichtliche Entwicklung

Ältester Teil:
Der Turm (vermutlich aus dem 14. Jahrhundert) -  erbaut mit der 1. Kapelle (1. Pfarrkirche – beide Untergeschosse massives Steinwerk – 1510 drittes Turmgeschoss (in den Fenstern spätgotisches Maßwerk) – mehrere Renovierungen, letzte 1974 – im 2. Weltkrieg unter Beschuss – Höhe 45 m.
 
1. Pfarrkirche bis 1684:
In West-Ost-Richtung angelegt – innerer und äußerer Kirchhof mit Beinhaus, von Mauer umgeben (Reste noch vorhanden) – Gepräge einer Festungskirche – zwei Emporen – Taufstein (Sockel im heutigen Taufstein mit der Jahreszahl 1586 erhalten).
 
2. Pfarrkirche 1684 bis 1790:
In West-Ost Richtung gebaut – Langhaus rechts an den alten Kirchturm gerückt – Sakristei links vom Chor – Chor in Trapezform – Maße insg.: 31 / 11 / 9m – innere Kirchhofmauer abgetragen – Hochaltar mit Kirchenpatron St. Pankratius – Seitenaltäre mit St. Laurentius und Sebastian
 
3. Pfarrkirche 1792 (Fertigstellung)
Mutter Gottes mit dem Kind
In Nord-Süd-Richtung – Maße: 39,5 / 12,5 / 9,8m – zweite Kirchhofmauer und Beinhaus beseitigt – flache Gipsdecke – Empore (nur noch eine) gestützt auf sechs Holzsäulen – tiefer Chor mit weitem Schwibbogen als Abschluß zum Langhaus – keine besondere Stilrichtung erkennbar – Hochaltar im Stil des Spätbarock – zwei Seitenaltäre (Muttergottes mit dem Kind und St. Joseph mit dem Kind) – barockes Holzschnitzwerk: St. Mauritius auf dem Pferd . Holzrelief: Pieta und (gegenüber) Tod des hl. Joseph.
 
Jesus mit dem göttlichen Herzen
 
 
Pfarrkirche heute:
In der Renovation 1926 wirkt sich die Herz-Jesu-Verehrung, die über Frankreich ganz Europa erfasst hat, dahingehend aus, dass der Hochaltar von dieser Thematik geprägt ist: Die Hauptfigur ist Jesus mit dem göttlichen Herzen. Ihm zur Seite stehen die hl. Theresia von Lisieux und die hl. Gertrud von Helfta. Der hl. Pankratius (Patron der Kirche) ist – wie auch der hl. Wendelin – nach außen gerückt.

Bei einer weiteren Renovation 1977-1980 (mit neuem Zelebrationsaltar und Ambo – ohne Kommunionbank) rücken am Hochaltar die beiden männlichen Heiligen (Pankratius und Wendelin) wieder nach innen. Diese Korrektur wird im Rahmen der Außenrenovation von Mauerwerk und Turm 2010/11 wieder rückgängig gemacht, so dass das Herz-Jesu-Thema erneut betont ist. Dafür erhält der hl. Pankratius über dem Hauptportal bei einer gründlichen Restauration eine neue farbliche Fassung.